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13. Februar 2012
Die Zeichen an der Wand
Seit mehr als drei Jahren raten wir Investoren entschieden zur Anlage
in physische Edelmetalle, speziell in die Geldmetalle Gold und Silber.
Wir tun dies stets mit dem Hinweis auf die Risiken im internationalen
Finanzsystem, die Fragilität des globalen Währungssystems und die
zunehmenden geopolitische Risiken.
Gold und Silber fungieren seit Jahrtausenden als
sichere und unvergängliche Wertaufbewahrungsmittel – unabhängig von
Währungsturbulenzen, Inflation oder politischen Verwerfungen.
In Anbetracht der Staatsschuldenkrisen in der
Eurozone, den USA und Japan sowie den nicht abebbenden Spannungen
zwischen dem Iran und Israel möchten wir unseren Aufruf zu Investments
in Edelmetalle erneuern. Eine Erweiterung der persönlichen
Vermögensarchitektur um den Baustein physische Edelmetalle erscheint
angesichts dieser nach wie vor drohenden Belastungen sinnvoll. Nutzt
man die richtigen Produkte, z.B. den Fonds SOLIT 2, bleiben
Veräußerungsgewinne nach einer Frist von zwölf Monaten für
Privatpersonen vollständig steuerfrei.
Die aktuellen Ereignisse in Griechenland lassen
jeden klar denkenden Beobachter erkennen, dass die beschwichtigende
Rhetorik der politischen Klasse nicht als Basis für persönliche
Investmententscheidungen taugt. Bereits seit zwei Jahren gilt in den
Statements europäischer Spitzenpolitiker die Eurokrise regelmäßig als
quasi schon gelöst oder der große Durchbruch in Reichweite befindlich.
In Wahrheit und für Jedermann sichtbar hat die Krise nie aufgehört zu
eskalieren.
Das finanzielle Schicksal sollten Sie daher
folglich lieber in Ihre eigenen Hände nehmen und sich dabei von Ihrem
gesunden Menschenverstand leiten lassen.
Nutzen Sie hierzu unsere fachliche Kompetenz und
die Vorteile der SOLIT-Investmentlösungen zur Sicherung Ihres Vermögens.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Hellener
(Geschäftsführer)
Themenübersicht
Eurokrise
eskaliert weiter
Die aktuelle Auswertung der harten wirtschaftlichen Daten (nicht der
weichen Stimmungsindikatoren) zeigen über Europa hinaus einen
dramatischen Abbruch der wirtschaftlichen Dynamik. Diese Entwicklung
ist Ergebnis der Bereinigung früherer wirtschaftlicher
Fehlentwicklungen v.a. in Südeuropa, auslaufender Fiskalprogramme aus
den Jahren 2009/ 10 sowie der drastischen Sparprogramme in der
Eurozone.
Ökonomisches Desaster droht

Quelle:
Thomson Reuters Datastream | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten
Frankreichs und Italiens bis Q3 2011)
Selbst das noch wirtschaftlich starke Deutschland
kann sich dieser Entwicklung nicht länger entziehen. Das letzte Quartal
2011 war auch hierzulande von ökonomischer Kontraktion gekennzeichnet
(-0,25% BIP-Veränderung). Unsere Ökonomen rechnen im ersten Quartal
2012 mit einem noch deutlicheren Negativwachstum hierzulande und einem
regelrechten Einbruch der Konjunktur in Griechenland, Portugal,
Spanien, Italien und Frankreich. Die weitere Verschärfung der Eurokrise
ist somit vorprogrammiert.
Eurokrise erreicht Deutschland

Quelle:
DESTATIS, Thomson Reuters Datastream | Grafik: Solit Kapital GmbH
Die Europäische Zentralbank reagiert auf die Krise
des europäischen Bankensystems, die eine Folge der Schuldenkrise ist,
mit einer massiven Ausweitung der Geldmenge, die aber in der
Realwirtschaft nicht ankommt, dafür aber die Gemeinschaftswährung
zunehmend unter Druck bringt und das Inflationspotenzial weiter erhöht.
Bilanzsumme
der EZB in Milliarden Euro

Quelle:
EZB, Thomson Reuters Datastream | Grafik: Solit Kapital GmbH
Die viel gepriesene (temporäre) Stärke des Euro ist als Phantomstärke
zu klassifizieren, da sie lediglich relativ gegenüber ebenfalls weichen
Währungen wie dem US-Dollar besteht. Betrachtet man den Außenwert des
Euro jedoch ökonomisch repräsentativ gegen einen breiten
handelsgewichteten Währungskorb (sog. Euro-Index), dann ist die
Richtung des Euro seit Ausbruch der Finanzkrise eindeutig:
So schwach ist der Euro
tatsächlich

Quelle:
Thomson Reuters Datastream | Grafik: Solit Kapital GmbH
Bereits vor Einführung der Gemeinschaftswährung Anfang der
Neunzigerjahre erkannten angesehene Ökonomen weltweit, dass das
Währungsexperiment einer europäischen Esperantowährung zwingend
scheitern muss. Die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der
Mitgliedsstaaten ist schlichtweg zu unterschiedlich und die
Arbeitsmarktflexibilität sprachbedingt gleichzeitig stark
eingeschränkt.
Als geradezu gefährlich muss die einheitliche Zinspolitik angesehen
werden, setzt sie doch das natürliche Marktkorrektiv außer Kraft. Die
hieraus resultierende Extremverschuldung sowie die Immobilienblasen in
Südeuropa nach Einführung des europäischen Einheitszinses belegen dies
heute eindeutig und unzweifelhaft. Selbst eine einheitliche
Fiskalpolitik – das erkannte man schon damals – könne keine Lösung
darstellen, da sie zum einen verfassungswidrig ist und zum anderen
schwache Volkswirtschaften im Korsett des Euro gänzlich in die Knie
zwingt. Sämtliche genannten Argumente gegen ein solches politisch
gewolltes Experiment werden nun schlagend.
Wir gehen vor diesem Hintergrund nach wie vor von einem Scheitern der
europäischen Gemeinschaftswährung in ihrer jetzigen Form aus, mit
signifikanten Folgen für Politik, Gesellschaft und unser Geldsystem.
Aktuelle
Marktlage bei Gold & Silber
Zum Jahresauftakt haben die monetären Edelmetalle
Gold und Silber wieder in den Hausse-Modus umgeschaltet und konnten mit
+7,5% (Gold) und +16,5% (Silber) auf Eurobasis bereits deutliche
Wertsteigerungen verzeichnen:
Gold und Silber in Euro

Quelle:
Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 8. Februar 2012)
Haupttreiber dieser starken Entwicklung war die
weitere Verschärfung der griechischen Staatsschuldentragödie sowie die
Ankündigung der US-Notenbank FED, die Zinsen bis Ende 2014 extrem
niedrig zu halten, was per se für die zinslosen Edelmetalle positiv
ist. Zudem stützte die Liquiditätsflut der EZB die Notierungen der
natürlicherweise knappen Geldmetalle Gold und Silber. Zuletzt hatte die
europäische Zentralbank unter der Ägide des italienischen EZB-Chefs
Mario Draghi die Banken mit einer Summe von fast 500 Mrd. Euro förmlich
überschwemmt. Die für drei Jahre zur freien Verfügung überlassenen
Gelder kosten die Banken lediglich einen Kreditzins von 1% p.a.. Mit
dieser Maßnahme sollen die Finanzierung des Bankensystems
sichergestellt werden und Anreize geschaffen werden, Staatsanleihen
kriselnder Euroländer zu kaufen.
Eine Unze Gold (31,1 g) kostet in diesem Umfeld
aktuell 1.734 US-Dollar. Dies entspricht einem Preisanstieg zum
Vormonat von 122,85 US-Dollar bzw. +7,6%. Zum Vorjahr verzeichnet das
gelbe Edelmetall nach wie vor einen signifikanten Anstieg in Höhe von
+27%. In Euro notiert die Unze Gold aktuell bei 1.312 Euro, ein
Wertzuwachs von +3,7% gegenüber Vormonat und von +31% gegenüber Vorjahr
(Datenstand: 8. Februar).

Quelle:
Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 8. Februar 2012)
Die Entwicklung des Silberpreises konnte, wie in
Hausse-Phasen üblich, die jüngste Wertentwicklung des Goldpreises noch
übertrumpfen. Zusätzlich zu den auch für Gold bereits genannten
Impulsen, unterstützt der kräftige Anstieg der Investmentnachfrage den
Silberpreis zum Jahresauftakt. Sowohl große Kapitalsammelstellen als
auch private Investoren kaufen kräftig ein. Auch die Akteure am nach
wie vor dominierenden Silber-Terminmarkt bauten zuletzt wieder
spekulative Silberpositionen auf, nachdem diese zum Jahresultimo 2011
auf Niveaus nahe historischer Tiefststände reduziert wurden. Nachdem
wichtige technische Preiswiderstände überwunden werden konnten, erhöhte
sich die positive Preisdynamik bei Silber in den letzten Wochen weiter.
Eine Unze Silber (31,1 g) notiert aktuell bei
34,37 US-Dollar und damit 19,2% höher als noch vor Monatsfrist bzw.
+13,3% im Jahresvergleich. In Euro notiert die Unze Silber aktuell bei
25,89 Euro. Dies entspricht einer Verteuerung auf Eurobasis gegenüber
dem Vormonat von +14,6%. Gegenüber Vorjahr weist Silber für
Euro-Investoren eine deutliche Preissteigerung in Höhe von +15,3% auf
(Datenstand: 8. Februar 2012).

Quelle:
Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 8. Februar 2012)
Auch für das Jahr 2012 erwarten wir einen
positiven Verlauf der Preise für Gold und Silber – absolut und relativ
zu anderen Vermögensklassen. Die Diskussion um die Heranziehung der EZB
zur Staatsfinanzierung via Notenpresse gewinnt aktuell an Schärfe und
Nachdruck. Da sich die ökonomischen Rahmendaten für jeden sichtbar nun
auch in Deutschland eintrüben, wird die Bastion derer, die
Geldwertstabilität dem Krisenmanagement durch Gelddrucken vorziehen, in
Kürze endgültig fallen, und die monetären Edelmetalle werden in
unmittelbarer Reaktion in preislich neue Dimensionen vordringen. Der
neue Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), der Italiener Mario
Draghi, hat mit der jüngsten Geldflutung des europäischen Bankensystems
und dem massiven Ankauf von Staatsanleihen über das
Wertpapieraufkaufprogramm (SMP) bereits seine klare Bereitschaft zur
Reflationierung der Wirtschaft und zur direkten Staatsfinanzierung
signalisiert. Für Edelmetalle bedeutet dieser desperate geldpolitische
Stil ein ideales Umfeld.
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