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04. Februar 2011
Edelmetallhausse beendet? Physische Nachfrage explodiert!
Ungeachtet der aktuellen
Preiskorrekturen an den Terminmärkten für Gold und Silber bewegt sich
die reale physische Nachfrage nach Barren und Münzen auf historischen
Höchstständen. Lediglich aus Edelmetall-Wertpapieren (ETF, ETC,
Zertifikate etc.) und aus Terminkontrakten ziehen sich einige Anleger
zurück. Vor allem kurzfristig orientierte Anleger und Spekulanten
nutzen diese Instrumente, um Gewinne zu realisieren und, wie nach jeder
Korrektur in dem seit 2001 laufenden Edelmetall-Zyklus, um zu einem
späteren Zeitpunkt mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder einzusteigen.
Anleger, die hingegen direkt Münzen und Barren kaufen, engagieren sich
in der Regel aus anderen Erwägungen heraus. Die Hauptmotivation für den
Kauf von physischen Edelmetallen ist oftmals die Absicherung des
Vermögens gegen Inflation, Staatskrisen und Währungsturbulenzen. Die
zuletzt deutlich anziehende Teuerung, v.a. bei Energie und
Nahrungsmitteln, sowie die sich zuspitzende geopolitische Lage in
Nordafrika/ Arabien (Ägypten, Tunesien, Algerien, Sudan, Jemen,
Saudi-Arabien etc.) führen den Anlegern erneut die Notwendigkeit von
Edelmetallinvestments vor Augen. In Anbetracht der nun einsetzenden
sehr hohen Inflationsdynamik in Süd-Ost-Asien steigt die Nachfrage nach
Edelmetall auch dort besonders stark. Dazu anbei die Entwicklung der
Silberimporte Chinas, die 2010 sprunghaft angestiegen sind:
Quelle:
Sumitomo Mitsui Financial Group/ Grafik: Solit Kapital
Ein
weiterer Beleg für die steigende physische Nachfrage trotz aktueller
Preiskorrektur sind die Januarabsatzzahlen einer der weltweit
populärsten Silberanlagemünzen, dem US Silver Eagle:
Quelle: United States Mint/ Grafik: Solit
Kapital
Der Januar 2011 war nicht nur der stärkste
Jahresauftakt seit
Datenerhebung, sondern auch der stärkste Absatzmonat für Silbermünzen
aller Zeiten. Auch unsere hauseigenen Zahlen bestätigen die Robustheit
der physischen Nachfrage (Gold- und Silbervolumen kumuliert):
Quelle: Solit Kapital/ Grafik: Solit
Kapital
Speziell die Silbernachfrage bleibt von den
Preisrückgängen unbeeindruckt. Bei der Betrachtung des gesamten
Silbermarktes fällt auf, dass im Gegensatz zu den kurzfristigen
Anlegern die physisch orientierten Investoren die Preisnachlässe bei
dem Edelmetall nutzen, um Bestände auszubauen.
Neben den privaten Investoren stocken auch staatliche Notenbanken und
staatliche Vermögensverwaltungsfonds (Sovereign Wealth Funds) ihre
Edelmetallbestände konsequent weiter auf. Zuletzt ließ der zweite
Vorsitzende der russischen Zentralbank (BoR), Georgy Luntovsky,
verlautbaren, dass die Notenbank jährlich mind. 100 Tonnen Gold kaufen
werde. Die russische Zentralbank erhöhte ihre Goldbestände allein im
Januar dieses Jahres um 23,9% auf nun 790 Tonnen.
Lassen Sie sich bei der konsequenten Umsetzung Ihrer Vermögensstrategie
nicht von kurzfristigen Preisschwankungen an den Terminmärkten
irritieren. Die globalen ökonomischen Ungleichgewichte und die sich
zunehmend manifestierende Teuerungsdynamik als Nebenwirkung der
geldpolitischen Insolvenzverschleppung in Teilen Europas und den USA
machen den Besitz von physischen Edelmetallen unumgänglich. Gold und
Silber sind die härtesten Währungen der Welt, seit über 5.000 Jahren.
Da die Währungshüter der Notenbanken zu unberechenbaren
Währungskriegern mutiert sind, müssen Sie den Kaufkraftschutz Ihres
Vermögens selbst in die Hand nehmen. Gold und Silber sind wichtige
Bestandteile dieser Strategie.
Es grüßt Sie
Robert Vitye, Vorstandsvorsitzender
Themenübersicht
Gold & Silber – aktuelle
Marktlage
zum
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Online-Konferenz: Edelmetalle im
Korrekturmodus – Ursachen und Perspektiven
zum
Artikel |
Gold
& Silber – aktuelle Marktlage
In
der Berichtsperiode traten die monetären Edelmetalle nach monatelangen
dynamischen Preisanstiegen in eine Konsolidierungsphase ein. Der
Goldpreis gab in Euro gerechnet in der Spitze von 1.069,90/Unze
(31,12g) auf 957,80/Unze um 10,5% nach. Der Silberpreis verlor etwas
deutlicher und gab in der Spitze in Euro gerechnet von 23,20/Unze auf
19,44/Unze um 16,2% nach. Aktuell stabilisieren sich die Kurse auf
leicht höheren Niveaus.

Quelle: Thomson
Reuters Datastream
Das
Chartbild der beiden Edelmetalle sieht nach wie vor sehr konstruktiv
aus und lässt im Rahmen der seit 2001 etablierten Aufwärtstrends sogar
weiteren Korrekturspielraum zu, ohne dass der Aufwärtstrend an sich in
Gefahr ist. Mehr zur charttechnischen Situation erfahren Sie in unserer
Online-Konferenz am 8. Februar (Anmeldelink am Ende des Newsletters).
Das wirtschaftliche Umfeld spricht mehr denn je für den Besitz von
physischen Edelmetallen. Wie bereits im Dezember-Newsletter erläutert,
gewinnt die Teuerung immer mehr an Dynamik. Im Januar verteuerte sich
der deutsche Warenkorb laut Wiesbadener Bundestatistiker um 1,9%
gegenüber dem Vorjahr. Für Europa lag die analog berechnete
Teuerungsrate bei +2,4%.
Diese Berechnungsmethode ist allerdings streitbar, da sie die
Häufigkeit des Warenerwerbs und die unterschiedlichen Kaufgewohnheiten
der verschiedenen Einkommensschichten nicht berücksichtigt. Artikel des
täglichen Bedarfs werden z.B. öfter gekauft als Plasmafernseher.
Nahrungsmittel und Energie finden in der berechneten „Kerninflation“
des Statistikamtes aber kaum Berücksichtigung, da sie angeblich zu
schwankungsanfällig sind.
Leider „schwanken“ diese Preise seit Jahren nur in eine Richtung – nach
oben. So kostete das Fass Rohöl 1999 noch 9 USD, heute das Zehnfache.
Das gleiche gilt für administrative Preise (Gebühren und Abgaben) sowie
für viele Grundnahrungsmittel. So ermittelte kürzlich das Schweizer
Forschungszentrum für Wirtschaftsstatistik eine Teuerungsrate,
berechnet nach der Kaufhäufigkeit der Waren, von 5,2% für Deutschland.
Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) kommt zu ähnlichen
Ergebnissen und erwartet für die nächsten Jahre zweistellige
Teuerungsraten.
Wir hatten in der Vergangenheit bereits des Öfteren die Ursachen der
zunehmenden Inflation genannt und die Kausalkette dargelegt zwischen
- Massiver Geldmengenausweitung durch Notenbanken zur
Beherrschung der Schuldenkrise,
- Überflutung der Finanzmärkte mit de facto
Gratisliquidität (1% Festzinstender für 12 Monate für Geschäfts- und
Investmentbanken),
- Dynamischer Preisanstieg der börsennotierten
Vermögenswerte inkl. aller Rohstoffgattungen,
- Überwälzung der höheren Preise für Grundstoffe über
die gesamte Wertschöpfungskette bis in den Supermarkt,
- Gleichzeitigem massivem Anstieg der administrativen
Preise wegen leerer Staatskassen.
Der Zusammenhang zwischen steigenden Grundstoffpreisen und steigender
Teuerung ist unverkennbar (sogar gemäß offizieller, realitätsferner
Berechnungsmethode):

Quelle:
Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Thomson Reuters Datastream
Wie
angespannt die Schuldenkrise nach wie vor ist, zeigt die Tatsache, dass
die Notenbänker sich nicht einmal trauen, die historisch niedrigen
Zinsen auch nur auf das Niveau der von ihnen selbst berechneten
„Kerninflation“ anzuheben mit der Folge, dass die Realzinsen aktuell
tatsächlich negativ sind:
Quelle: Thomson Reuters Datastream
Dieses Phänomen ist in der Wirtschaftsgeschichte äußerst selten und ist
Ausdruck einer künstlichen Verzerrung des Zinsniveaus durch
Anleihekäufe mit Geld aus der digitalen Notenbankpresse. Fakt ist, dass
Anleihebesitzer so nach Abzug der Teuerung und der Steuern permanent
enteignet werden und sogar die Tilgung der Restschuld im Falle der
Schuldnerländer in den Sternen steht. In der Folge finden zunehmend
Umschichtungen in Sachwerte (Aktien, Edelmetalle, Rohstoffe) auf der
Jagd nach Rendite und zur Vermeidung von Schuldnerrisiken statt. Daraus
wiederum resultieren weiter steigende Preise für Grundstoffe. Wie
gravierend real negative Zinsen zum Beispiel auf den Goldpreis
einwirken, zeigt eine Studie der Deutschen Bank über einen Zeitraum von
36 Jahren:
Quelle: Bloomberg,
Deutsche Bank (1972-2008)
In Anbetracht der permanent zunehmenden Staatsverschuldung, auch in
Deutschland, werden die Notenbänker weiterhin vor massiven
Zinssteigerungen zur Inflationsbekämpfung zurückschrecken. Der Bankrott
vieler Staaten, Unternehmen und Haushalte (v.a. Hypothekenschuldner)
wäre vorprogrammiert. Allein Italien gab 2010 52% seines Staatsbudgets
nur für Zinsen aus. Da bleibt den geldpolitischen Zentralplanern von
der Europäischen Zentralbank (EZB) wenig Spielraum zur
Inflationsbekämpfung durch Zinserhöhungen auf ein real positives
Niveau. Es sei denn, man nimmt eine tiefe Rezession und den
beschleunigten Zerfall des europäischen Währungsraums in Kauf. Aber
auch in diesem unwahrscheinlichen Szenario stark steigender Zinsen wäre
der Besitz von Edelmetallen in Anbetracht der dann einsetzenden
systemischen Risiken eine intelligente Strategie zum Schutz des eigenen
Vermögens.
Hier
finden Sie Informationen über die Anlage in Solit Gold & Silber
Online-Konferenz:
Edelmetalle im Korrekturmodus – Ursachen und Perspektive
Nach fulminanten Preisanstiegen bei den monetären Edelmetallen Gold und
Silber kam es zuletzt zu Preiskorrekturen. Edelmetallexperte und
Chefökonom Hannes Zipfel erläutert in einer interaktiven
Onlinekonferenz die aktuelle Lage an den Märkten und gibt einen
Ausblick auf die weitere Entwicklung von Gold und Silber. Die
Onlinekonferenz ist eine Kombination aus Telefonkonferenz und
Online-Präsentation.
Datum: Dienstag,
8. Februar 2011
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Dauer: 45 Minuten
inkl. 15 Minuten Fragerunde
Kosten: kostenfrei
(wir übernehmen die Telefongebühren und rufen Sie an)
Agenda
- Aktuelle Lage am Gold- und Silbermarkt
- Ursachen der jüngsten Preiskorrektur
- Physische Nachfrage vs. Terminmarkt &
Finanzprodukte
- Technische Verfassung des Marktes
- Sentiment-Analyse
- Zeitliches und prozentuales Korrekturpotenzial
- Trendprognose und mittelfristige Preisziele
- Adäquate Anlagestrategie
Über
folgenden Link können Sie sich für die kostenfreie Online-Konferenz
anmelden:
http://www.anmelden.org/goldundsilber/
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Informationen zum Referenten:
Hannes Zipfel wurde zum 1. Januar diesen Jahres in den Vorstand der VSP
Financial Services AG berufen. Er steht fortan mit seiner ökonomischen
Expertise sowie seinem fundierten Edelmetallwissen als Gold- und
Silberanalyst zur Verfügung.
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